16. Spieltag

So, 01.12.02,
14.15 Uhr,
"Im Baumhof"
Sprockhövel

Spiel:

TSG 1881 Sprockhövel

SV Emsdetten 05

Ergebnis:
 

2

1

Tore:

1:0 Hrvoje Vlaovic (45.)
2:0 Hrvoje Vlaovic (75.)
 

 

2:1 Thomas Gebauer (78.)
 

Aufstellung:

Kirinic - Klinge - Balaika, Baum, Uzun - Lombardi, Cesko, Werlein (87. Akdogan) - Marius Kundrotas (90. Menge) - Wasilewski (77. Gerling), Vlaovic
 

Minnebusch - Gebauer, Alaze, Rohleder, Yarar, Hozjak (75. Vehoff), Marek, Roth, Böwing-Schmalenbrock, Bettmer (43. Langenstroer), Volkert (67. Eienbröker)
 

Schiedsrichterin:

Elke Fielenbach (Much)

Zuschauer:

ca. 450

 


Website des Gegners:

SV Emsdetten 05

Vorbericht:

Der Vorbericht zum Spiel

 

Spielbericht:

TSG feiert wichtigen Sieg gegen Emsdetten

WAZ Sprockhövel
vom 02.12.02

Sie dürfen wieder hoffen. 2:1 gewann Fußball-Oberligist TSG Sprockhövel das Heimspiel gegen den SV Emsdetten und wahrte damit die Chancen auf den Klassenerhalt.
 

 

Der dritte Saisonsieg war´s für die Sprockhöveler. Und für jeden "Dreier" in dieser Saison war bisher ein anderer Trainer verantwortlich. Beim 1:0 gegen Lünen stand noch Horst Quade an der Linie, beim 3:1 gegen Hüls führte Abteilungsleiter Uli Meister die TSG zum Erfolg, und jetzt hat auch Trainer-Rückkehrer Jörg Silberbach seinen ersten Sieg geschafft.

"Ich denke, die Mannschaft hat sich diesen Sieg verdient", kommentierte Silberbach nach dem Abpfiff, nachdem er erst einmal richtig durchgeschnauft hatte. "Vielleicht war´s nicht das schönste Fußball-Spiel, doch das kann man in unserer Situation wohl auch nicht erwarten. Ganz wichtig war jetzt, dass die Mannschaft ein Erfolgserlebnis hatte. Denn das bringt neues Selbstvertrauen."

Die Sprockhöveler kamen gegen eine recht starke Emsdettener Mannschaft nur langsam auf Touren. Vor allem in der Defensive klafften am Anfang noch große Löcher. Und so wurde Trainer Jörg Silberbach wiederholt sehr laut, um seine Mannschaft erst einmal richtig einzunorden.

"Spielt endlich klare Dinger", forderte der Trainer seine Deckungsabteilung immer wieder lautstark auf, weil ihm das leichtfertige Spiel in den ersten Minuten überhaupt nicht gefallen hatte.

Etwa 15 Minuten dauerte die Feinjustierung von der Seitenlinie, danach lief es.

Emsdetten blieb zwar weiterhin gefährlich, hatte auch ein paar Chancen, doch die weitaus klareren Möglichkeiten gab´s für die Sprockhöveler. So nach 25. Minuten - da traf nämlich Marius Kundrotas nach feiner Vorarbeit von Robert Wasilewski nur den Pfosten. Nur sechs Minuten später dann die zweite Riesenchance für die Platzherren. Doch der Kopfball von Karsten Werlein wurde noch von der Linie gekratzt.

Zweifacher Torschütze: Hrvoje Vlaovic Nicht nur in diesen Szenen war zu sehen, dass sich Sprockhövels Offensiv-Abteilung in den vergangenen Wochen gesteigert hat. Da spielt und spurtet Robert Wasilewski wieder wie in seinen besten Tagen, da strahlt ein Mann wie Karsten Werlein stets Torgefährlichkeit aus, und da zeigte Hrvoje Vlaovic sein wohl bestes Spiel für die TSG Sprockhövel. Kurz vor der Pause sorgte der Kroate dann auch für die 1:0-Führung seiner Mannschaft.

Doch die TSG machte den Fehler, dass sie den zweiten Durchgang etwas zu verhalten anging. Emsdetten kam nun mächtig auf, die Sprockhöveler ließen sich bis weit in die eigenen Hälfte zurückdrängen. Die Abwehr stand unter Dauerdruck, Entlastung gab es nur noch selten. Und es dauerte wiederum rund eine Viertelstunde, bis sich die Szenerie änderte. Denn dann setzten auch die TSG-Angreifer wieder Akzente. So trudelte ein Heber von Karsten Werlein nur knapp neben den Kasten (62.), während kurz darauf Robert Wasilewski etwas zu hoch zielte.

Dann aber doch das 2:0. Und zwar wiederum durch Hrvoje Vlaovic, der diesmal aus ganz spitzem Winkel den Ball schön ins lange Eck zirkelte.

Die Entscheidung war´s aber noch nicht, denn die Sprockhöveler Abwehr nahm sich dann doch noch einmal eine Auszeit, und so sorgte Thomas Gebauer in der 78. Minute für den Anschlusstreffer.

Zwölf bange Minuten in der regulären und sechs weitere in der Nachspielzeit gab´s dann noch zu überstehen, ehe der dritte Saisonsieg der TSG gesichert war. Und der war ganz wichtig, weil die Konkurrenz gestern ebenfalls die Punkte eingefahren hat.

 

 

Frau Fielenbach pfiff phantastisch

WAZ Sprockhövel
vom 02.12.02

Starkes Damen-Trio als Unparteiische
 

 

Schiedsrichter sind zurzeit in Deutschland immer ein Thema. Meist eins, wenn's darum geht, von eigenen Schwächen abzulenken und einen anderen Schuldigen zu finden. Zu selten, wenn Lob verteilt wird. Auch gestern Nachmittag ging erst einmal ein kleines Raunen durch den Baumhof, als Platzsprecher André Meister verkündete, dass das Schiedsrichter-Gespann aus drei Damen bestehe: Elke Fielenbach aus Much an der Pfeife, unterstützt von ihren Kolleginnen Claudia Bielz und Johanna Sandroß an den Seitenlinien.

Doch diese Bedenken, die der eine oder andere ganz offensichtlich hatte, waren völlig unbegründet. Denn von der Leistung, die das Trio da beim Spiel der TSG gegen Emsdetten zeigte, hätten sich etliche ihrer männlichen Vorgänger in dieser Saison mal etwas abschauen können. Unauffällig, ohne Theatralik, stand Frau Fielenbach ihren Mann. Verschaffte sich Respekt, wenn's nötig war ("Jetzt mal voran - Spieler, verdammt nochmal, sonst gibt's Gelb"). Sorgte sofort für Ruhe, als Gäste-Trainer Klaus Bienemann zu energisch wurde.

"Sie hat klasse gepfiffen", lobte auch Sprockhövels Trainer Jörg Silberbach nach dem Abpfiff, der der TSG natürlich der liebste war. Unterm Strich muss man aber auch anmerken, dass beide Mannschaften dem Gespann die Arbeit nicht allzu schwer gemacht hatten. Es gab verhältnismäßig wenig versteckte Fouls und Schwalben. Also auch kein Grund, irgendwann das berühmte "Fingerspitzengefühl" zu beweisen.

 

 

2. Spiel unter Jörg Silberbach - 3. Saisonsieg

WP Gevelsberg
vom 02.12.02

Geschafft! Im 2. Spiel unter dem neuen, alten Trainer Jörg Silberbach feierte das Team der TSG Sprockhövel mit dem verdienten 2:1 (1:0)-Erfolg über Emsdetten 05 den 3. Saisonsieg - und drei wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg.
 

 

Nach einer zerfahrenen Anfangsviertelstunde der Sprockhöveler fand die Mannschaft im Baumhof dann aber doch zunehmend die Ordnung in den eigenen Reihen wieder, stand viel sicherer und erarbeitete sich einige gute Tormöglichkeiten gegen das Team aus dem Tabellenmittelfeld. 

Zweimal Pech für die TSG in der ersten Hälfte: Zwei Latten- bzw. Pfostentreffer durch Kundrotas und Werlein verhinderten eine frühzeitige Führung für die Hausherren. Zu einem wichtigen Zeitpunkt - nur eine Minute vor dem Pausenpfiff - brachte Hrvoje Vlaovic (44.) das Tabellenschlusslicht dann aber doch noch in Führung. In der 70. Spielminute die Vorentscheidung: Robert Wasilewski, der sich bei dieser Aktion verletzte, verlängerte einen Flankenball per Kopf direkt zu Hrovje Vlaovic, der sicher seinen zweiten Treffer erzielte.

Zwar fiel in der 85. Minute noch der 2:1-Anschlußtreffer für die Emsdettener und es folgten noch einige Angriffsversuche der Gäste - aber "ohne großartig zittern zu müssen" (Silberbach) holten die Sprockhöveler die wichtigen drei Punkte.

"Das war letztendlich ein verdienter Sieg für uns. Wir waren bei einer Standardsituation ein bisschen unachtsam, haben aber insgesamt wenig Chancen für Emsdetten zugelassen", resümierte der zufriedene Coach Jörg Silberbach nach dem 1. Erfolg für sein Team nach seiner Rückkehr.

 

 

Trainer Silberbach: "Nicht schön - aber erfolgreich"

Volkszeitung Emsdetten
vom 02.12.02

Jörg SilberbachJörg Silberbach (TSG Sprockhövel): "Weil wir uns mehr Chancen erarbeitet haben, darf ich sicher von einem verdienten Sieg sprechen. Ein schönes Spiel war es ganz bestimmt nicht, doch darauf können und dürfen wir in unserer momentanen Lage keinen Wert legen. In den ersten 15 Minuten hatten wir große Mühe, dann lief es."

Klaus Bienemann (05): Ich durfte in den vergangenen fünf Jahren schon viele Siege mit 05 feiern, doch seit heute habe ich meine Zweifel, dass uns jemals auf Kunstrasen ein Erfolg gelingen wird. Doch es ist zu einfach, den Platz als Grund für die Niederlage anzuführen. Wir haben über weite Strecken der ersten Halbzeit ordentlich gespielt, hatten klar die besseren Chancen, mussten zur Pause führen. Auch nach dem 0:2 waren noch Möglichkeiten da, doch uns fehlte heute in den wichtigen Momenten die Entschlossenheit. Ich glaube, dass wir heute unverdient verloren haben. Die Verletzung von Stefan Bettmer hat die Mannschaft nicht verkraftet, hoffentlich fehlt er nicht so lange, mit ihm hatten wir gerade erst einen gefährlichen Stürmer gefunden.

Beste Spieler:
Baum, Vlaovic - bei 05 ragte gestern niemand so richtig heraus.

Schiri: Elke Fielenbach aus Much - die Referentin machte zwar kleine Fehler, hatte die Partie dennoch sicher im Griff. Unverständlich, warum die Referentin immer wieder - von beiden Seiten - kritisiert wurde.

Ein kurzes Fazit: Spiele auf Kunstrasen kann Emsdetten 05 ab sofort besser am Telefon erledigen. Mittelfeld und Angriff der Bienemann-Truppe blieben gestern über 90 Minuten gesehen deutlich hinter den Erwartungen zurück.

 

 

05 patzt beim Schlusslicht

Volkszeitung Emsdetten
vom 02.12.02

Auf Kunstrasen haben - nicht erst seit gestern - die 05er ihre liebe Mühe. Mit 1:2 unterlagen die 05er beim Tabellenletzten TSG Sprockhövel.
 

 

Schon beim Aufwärmen war es auch gestern zu sehen, die 05er fühlen sich nicht wohl. Doch das hätte sich ändern können, wenn das Bienemann-Team in einer ordentlich gespielten Anfangsphase die Chancen genutzt hätte. Zweimal spielte Kapitän Philipp Böwing-Schmalenbrock den öffnenden Pass, doch zunächst vergab Hozjak völlig frei, dann legte sich Bettmer das Leder einen Tick zu weit vor. Die so wichtige Führung war verspielt, zu schnell schlichen sich 05-Abspielfehler in der Eröffnung ein, Sprockhövel fand mehr und mehr ins Match, zeigte über 90 Minuten ein sehr geschicktes Zweikampfverhalten. Und da die 05er - man spürte es - auf diesem Boden auf keinen Fall "auf die Nase" fallen wollten, ging ein Großteil der Zweikämpfe an den Gastgeber.

Glück hatten die 05er im Anschluss an eine Ecke, auf der Gegenseite eine weitere Chance durch Bettmer, der nach 37 Minuten von Cesko böse gefoult wurde und mit einer schweren (?) Knieverletzung vom Platz musste. Lange wurde Bettmer behandelt, und als gerade Langenstroer gekommen war, fiel das 1:0. Ein Freistoß von der Mittellinie segelte in den Strafraum, dort verließ sich jeder 05er auf den Kollegen, Hrvoje Vlaovic nutzte die Schwäche und traf mit einem Kopfball-Aufsetzer.

Mit Böwing-Schmalenbrock in der Spitze, später auch noch mit Gebauer ganz vorn: Die 05er versuchten nach der Pause vieles, doch die spielerische Linie war nie (!) zu erkennen. Immer wieder kam große Hektik auf, denn Sprockhövel roch die Chance, wehrte sich und hatte gegen die sich mehr und mehr entblößende 05-Abwehr die ein oder andere Konterchance. Doch die erste nach der Pause hatte Gebauer, der nach einem Eckball nicht beherzt genug auf die Kiste drosch. Glück für 05, als Werlein nach einem Missverständnis von Alaze und Gebauer mit seinem Lupfer nur knapp verfehlte, in der 73. Minute dann das 2:0: Erneut war es Vlaovic, der im Nachsetzten traf. 05 bäumte sich noch einmal auf, markierte durch Gebauer nach Yarar-Flanke den Anschlusstreffer, zwölf Minuten blieben noch. Die 05er rannten an, hatten Chancen durch Rohleder, Marek und eine ganz dicke durch Roth, ehe auf der Gegenseite Cesko nur das Außennetz traf.

Fünf Minuten wurde nachgespielt, die 05er warfen alles nach vorn, doch auch "Fußball mit der Brechstange" wurde nicht mehr belohnt. Unter dem Strich war die 05-Leistung zu dünn, eine große Chance ist vertan.

Nach vorne zu harmlos

Die 05er haben weiterhin ein Problem in der Spitze. Gestern fiel Sinan Celik erkrankt aus, also "musste" Bastian Volkert beginnen, wenngleich er nach einer Erkrankung nicht ganz fit ist. Und als noch vor der Pause Stefan Bettmer verletzt ausfiel, musste 05-Coach Klaus Bienemann umbauen. Er schickte Böwing-Schmalenbrock in die Spitze, damit waren dem 05-Mittelfeld (fast) alle Ideen genommen. Und es machte "BöSch" auch sichtlich keinen Spaß, hinter den stets langen Bällen in die Spitze herzuflitzen. Dann wurde Thomas Gebauer ganz nach vorn beordert, obwohl "Bauer" kurz nach der Pause nach einer Ecke eine große Chance vergeben hatte. "Augen zu " und drauf"- das wäre in die Situation die richtige Entscheidung gewesen. Gebauer köpfte das 1:2, doch das Spiel war verloren, weil die 05er in der Offensive gestern keine für die Oberliga ausreichende Leistung brachten.

 

Das nächste Spiel der TSG:

FC Gütersloh 2000 - TSG Sprockhövel am Sonntag, 08.12.2002, 15.00 Uhr

 

           

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